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IDD: Hindernis für Kleine

Verantwortlicher Autor: Amir H. Taslimi Wien, 25.11.2017, 08:20 Uhr
Presse-Ressort von: Politik Bericht 5131x gelesen

Wien [ENA] Die Versicherungsvorstände Hermann Fried (Wiener Städtische), Philip Steiner (Nürnberger) und Josef Stockinger (Oberösterreichische) sowie Maklerobmann Christoph Berghammer und Agentenobmann Horst Grandits diskutierten über das Mammutprojekt „IDD-Umsetzung“. Zur Sprache kamen besonders der Umgang mit den neuen Anforderungen an Vergütungssystem und Beratung. Die Umsetzung der Versicherungsvertriebs-Richtlinie (IDD) in der Praxis bildete den Schlusspunkt des „IDD-Vertriebsforums“, das die Gesellschaft für Versicherungsfachwissen (GVFW) am Donnerstag vergangener Woche in Wien veranstaltet hat.

Hermann Fried, Vertriebsvorstand der Wiener Städtischen Versicherung AG, sagte, man habe die Wahl, über die Regulierung zu klagen oder sie „nutzenstiftend“ umzusetzen. Im Bestreben, Letzteres zu tun, habe die Städtische das neue Regelwerk so implementiert, dass es „nicht hinderlich ist, sondern uns in der Beratung helfen wird“ – dies in Form einer strukturierten Bedarfsanalyse, die zeitökonomisch und in Text und Bild „sehr anwenderorientiert“ gestaltet sei. Fried glaubt außerdem, dass die Regularien – Stichwort Dokumentation – auch hilfreich sein können, wenn es denn einmal zu Rechtsstreitigkeiten kommt.

„Zu 99 Prozent funktioniert’s reibungslos“ Kritisch äußerte sich Horst Grandits, Obmann des Bundesgremiums der Versicherungsagenten: „Was haben wir so Schreckliches verbrochen, dass wir diese Regulierung aufgehalst bekommen?“ Soweit es Kapitalprodukte betrifft, könne er für strengere Regeln zwar noch Verständnis aufbringen, aber mit der nun kommenden Regulierung „haben wir bei einer simplen Kfz-Versicherung kaum weniger Aufwand als bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung“. Es habe ihn „noch niemand überzeugen können, dass wir in den letzten Jahren am Kunden vorbeivermittelt hätten“. Quelle: Versicherungsjournal

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